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Vertreibung mit Geräuschen

Ohr mit Schall vor weiss
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Die Geräuschmethode

Zugegeben, obwohl Maulwürfe ganz nützlich sind, so treiben die Hügellandschaften, die sie in den Gärten hinterlassen, so manch einen Hobbygärtner in den Wahnsinn. Während Wühlmäuse nach allen Regeln der Vertreibungskunst beseitigt werden können, darf der Maulwurf lediglich verscheucht werden. Dafür gibt es verschiedene Geräuschmethoden. Hier einige davon:

Die Flaschenpost

Eine senkrecht in den Erdhügel eingegrabene, leere Flasche ohne Boden mit der Öffnung nach oben produziert im Inneren ein für die Tiere unerträgliches Geräusch (hier fängt sich der Wind), sodass sie sich bald ein neues Zuhause suchen. Die Erfolgsaussicht dieser Methode ist umstritten. Alternativ können Sie kleine Windräder oder Windspiele in den Boden stecken. Die flächendeckende Verteilung dieser Geräte sorgt nicht nur bei Maulwürfen für Missstimmung, sondern kann präventiv gegen die Ansiedlung anderer Nagetiere, wie die Wühlmaus, verwendet werden.

Maulwurfschreck

Trotz fehlender Ohrmuscheln verfügen Maulwürfe über ein exzellentes Gehör. Beispiel: Fällt ein Insekt in sein Tunnelsystem, erzeugt es für den Maulwurf ein lautes Geräusch und eine Erschütterung. Viele Hersteller bieten im Handel Geräte (Maulwurfschreck) an, die mit Hilfe von Geräuschimitationen den Maulwurf fern halten. In der Regel handelt es sich hierbei um Ultraschallgeräusche, die für Mensch nicht oder kaum wahrnehmbar sind.

Der Schreck ist eine schnell wirksame Methode der Vertreibung. Er wandelt Vibrationen in seismische Wellen um. Diese Schallwellen machen dem Maulwurf und der Wühlmaus das Leben schwer. Anzuwenden ist der Maulwurfschreck ganz leicht. Er wird einfach in den Boden gesteckt und ist sofort einsatzbereit. Am besten platzieren Sie ihn so dicht wie möglich am Hügel und lassen das Gerät für mindestens zwei, besser aber vier Monate, im Erdreich. So wird auch die kleinste Vibration dauerhaft umgewandelt und sorgt dafür, dass Ihr Garten wieder frei von Hügeln wird. Verwenden Sie nicht nur einen Schreck, sondern verteilen Sie mehrere Modelle in Ihrem Garten oder überall dort, wo es nötig ist. Zeigt sich der gewünschte Erfolg nicht dann versetzen Sie den Schreck einfach ein kleines Stück.

Vibrationen und Erschütterungen

Alternativ können Sie natürlich auch manuell für viele Vibrationen sorgen. Mit einfachen Mitteln können Sie dem Maulwurf so das Leben in Ihrem Garten schwer machen. Stecken Sie dazu eine Metallstange in den Boden. Diese sollte möglichst nahe an dem Hügel stehen. Bringen Sie die Stange mindestens 30 Zentimeter tief in den Boden. Nun binden Sie mehrere leer Blechdosen an jeweils eine Schnur. Danach binden Sie alle Schnüre zusammen und befestigen diese an der Stange. Durch Wind werden die Dosen sich schnell bewegen und sorgen für unangenehme Geräusche und zusätzliche Vibrationen.

Eine weitere Möglichkeit ist laute Musik, Vibrationen und Erschütterungen, die durch einen lauten Rasenmäher oder Signalgeber (im Handel erhältlich) erzeugt werden. Dies empfinden Maulwürfe ebenfalls als störend und verlassen das Territorium, wenn der Lärm andauert.

Ein Stange aus Metall,

die Sie in das Tunnelsystem der Maulwürfe stecken und in regelmäßigen Abständen für laute Geräusche und Erschütterungen sorgen, indem Sie auf die Stange mit einem Hammer schlagen. Der Nachteil dieser Methode ist allerdings die Tatsache, dass Sie mit dem Lärm auch Ihre Nachbarn verstimmen können, was für schlechte Stimmung in der Nachbarschaft sorgt.

Vertreibung durch störende Geräuschkulisse: Vorteile und Nachteile

Der Vorteil der Geräuschmethode liegt ganz klar auf der Hand: Sie stellt keine lebensbedrohliche Gefährdung weder für das Tier noch für Mensch dar und ist kostengünstig Bis auf den Maulwurfschreck wenn er in Massen benutzt werden muss). Dennoch ist die Geräuschmethode umstritten und bringt Nachteile mit sich. Je nach dem welches Gerät zur Anwendung kommt, setzen Sie sich selbst und Ihre Nachbarn einer störenden und nervenaufreibenden Geräuschkulisse aus, die bereits mehrere gute Nachbarschaften gefährdet hat. Ein weiteres Problem ist der Gewöhnungseffekt. Die Tiere gewöhnen sich schlichtweg an die piepsenden Geräusche und Erschütterungen, sodass die Maßnahmen oftmals wirkungslos bleiben bzw. die Wirkung nur kurz anhält und dann verpufft. Um eine langfristig positive Wirkung zu erzielen, sind andere Methoden oftmals wirkungsvoller.

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