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So bekämpfen Sie Maulwürfe und Wühlmäuse erfolgreich

Der Garten – Stolz eines jeden Hausbesitzers

Ein gepflegter englischer Rasen ist der Stolz vieler Hausbesitzer. Oft kommt der Hobbygärtner dabei in Konflikt mit Maulwürfen und Wühlmäusen, die den Boden aufwühlen und unansehnliche Hügel erzeugen. Maulwürfe können überall auftauchen. Auch dann, wenn der Garten und der Rasen monate- oder jahrelang  gepflegt wurde, können sich plötzlich die Hügel auftürmen. Dabei kommen der Maulwurf und die Wühlmaus in den seltensten Fällen alleine. Entdeckt man den ersten Hügel im Garten, dann dauert es meistens nicht lange, bis weitere folgen. Dabei sind es nicht nur die kleinen Erdhügel, die den Garten verschandeln, sondern auch unterhalb sieht es nicht mehr ganz so gut aus. Die vielen Gänge untergraben das Erdreich und machen es locker. In den meisten Fällen sind danach Salat, Obst oder Gemüse dran, welches von den Wühlmäusen angefressen wird.

Der Maulwurf im Garten

 

Hier sieht man einen Maulwurf live in Action. Er läßt sich sonst recht selten oben blicken.

Lesen Sie nachfolgend welche Methoden zur Maulwurfbekämpfung zum Erfolg führen und welche nicht. Doch zuerst ein paar Fakten:

Ein paar Fakten über den Maulwurf

Maulwurf
@mradlgruber – Fotolia.com

Wussten Sie dass…

  • der Maulwurf ausschließlich auf der Nordhalbkugel lebt
  • er nur in Ausnahmefällen weitere Artgenossen in seinem Gangsystem duldet
  • er keinen Winterschlaf hält. Der Maulwurf zieht sich entweder in tiefere Erdschichten zurück oder legt einen Vorrat an Nahrung an, zum Beispiel in Form von Regenwürmern
  • die Lebenserwartung eines Maulwurfs bei 3 – 6 Jahren liegt
  • das Wort “Maulwurf” nicht auf das “Maul” der Tiere zurückzuführen ist. Der Ursprung findet sich im Wort “Mull”, welches eine Erdform bezeichnet.

Maulwurf steht unter Naturschutz

Ohne Zweifel ist ein Maulwurf im Garten ein nicht gern gesehener Gast. Dennoch müssen Sie beachten, dass Maulwürfe Einzelgänger sind und keine “Mitbewohner” neben sich dulden, das heißt, da wo Maulwürfe sind, bleiben Wühlmäuse fern. Und: Maulwürfe sind Fleischfresser und nagen keineswegs an Pflanzenzwiebeln, Gemüse oder die Wurzel junger Obstbäume an. Im Gegenteil, Maulwürfe erweisen sich sogar als nützlich, indem sie das Erdreich frei von Schädligen wie beispilsweise Schnecken halten. Der Nachteil von Maulwürfen ist mehr ästhetischer Natur, da die Optik eines jeden schönen Rasens durch den Umtrieb zerstört wird.

Darüber hinaus sollen und dürfen Sie die Maulwürfe nicht gewaltsam aus Ihrem Garten vertreiben, fangen oder gar töten, denn die Erdreichbewohner stehen unter Naturschutz.

Maulwurf oder Wühlmaus? So erkennen Sie den Übeltäter

Ob es sich im eigenen Garten um eine Wühlmaus oder einen Maulwurf handelt, finden Sie heraus, indem Sie sich den Erdhaufen und die Gänge ansehen. Während der Erdhaufen von Wühlmäusen flach, unregelmäßig und unscheinbar ist, nimmt er bei den Maulwürfen hohe, kuppelförmige und auffällige Form an. Die Gänge von einer Wühlmaus liegen seitlich vom Erdhaufen und nicht tiefer als 30 cm im Boden. Wenn Sie das Gangsystem einer Wühlmaus öffnen, werden Sie innerhalb weniger Stunden feststellen, dass die Öffnung wieder zugeschoben und die Stelle seitlich umgegraben worden ist. Anders verhält es sich beim Maulwurf. Sein Gangsystem verläuft in verschiedenen Tiefen und ist oft über 200 Meter lang. Die Gänge von Maulwürfen bestehen aus einer vielschichtigen und ausgeklügelten Bauarchitektur, die sich aus sechs Teilen zusammensetzt:

  1. Wohnkessel,
  2. Vorratskammer,
  3. Tränke,
  4. Fluchtgänge,
  5. Jagdgänge,
  6. Laufgänge.

Nach Öffnen des Gangsystems wird dieser auch nach Stunden oder mehreren Tagen nicht verschlossen. Die geöffnete Stelle wird untergraben.

So sieht ein Maulswurfsbau in der Innenansicht aus:

der-maulwurfsbau
Originalbild erschienen in “Illustrierter Leitfaden der Naturgeschichte des Thierreiches, 1876”, Originator: T. F. Zimmermann

 

Ist ein Hügel noch aktiv?

Um festzustellen, ob ein Bau unter dem Hügel noch aktiv ist und von den Tieren benutzt wird, gibt es einen einfachen Trick:

Tragen Sie die oberste Erde ab, bis Sie den Gang deutlich erkennen können. Mit einem Stock machen Sie den Gang nun an einigen Stellen kaputt und legen zum Markieren ein paar kleine Hölzer hinein. Dann geben Sie die Erde wieder locker darüber und sollten nun zwei bis drei Stunden warten. Tragen Sie die oberste Erde erneut ab und schauen Sie, wie die zuvor zerstörten Gänge aussehen. Sind diese wieder neu gegraben und auch die Hölzer weg, dann wissen Sie mit Sicherheit, dass dieser Bau noch aktiv von den Tieren genutzt wird.

Ein paar Fakten über die Wühlmaus

Rötelmaus
@Julius Kramer – Fotolia.com

Wussten Sie dass …

  • es 150 verschiedene Wühlmausarten gibt, einer der bekanntesten ist die Feldmaus und die Biesamratte
  • sie mittelschwere bis leichte Böden bevorzugt, in denen es ihnen leicht fällt ihre Tunnelsysteme zu graben
  • die Wühlmaus eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel und Wildtiere ist
  • sie in Nordamerika, Europa und Asien lebt

Schaden durch die Wühlmaus

Anders sieht es bei Wühlmäusen aus. Als Vegetarier nagen sie alles an, was ihnen bei ihrem Tunnelbau begegnet. Hierzu gehören ebenso die Wurzel junger Bäume als auch Wurzel und Knollen sämtlicher Pflanzenarten, besonders der von Rosen.

Möglichkeiten der Bekämpfung

Katze fängt Wühlmaus
© steven hendricks – Fotolia.com

Niemand möchte einen Garten, der von Maulwurfshügeln übersät ist. Zum Vertreiben und zum Bekämpfen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Allerdings gibt es keine spezielle Methode, die in allen Fällen hilft, denn oft muss man mehrere Methoden testen, um dann die Beste zu finden. Aus unserer Erfahrung heraus haben wir uns die einzelnen Methoden genauer angeschaut und möchten an dieser Stelle die einzelnen Methoden miteinander vergleichen:

Ökologische Duftstoffe oder Geräusche sind eine natürliche Methode der Bekämpfung gegen die unerwünschten Gäste. Auch der Bau einer Falle kann in einzelnen Fällen zum Erfolg führen. Wirksamer und schneller sind der Einsatz von Karbid oder Buttersäure. Wir haben die einzelnen Methoden in der nachfolgenden Tabelle miteinander verglichen und zeigen Ihnen die Vor- bzw. Nachteile:

MethodeBeschreibung Vorteile Nachteile
Vertreibung mit natürlichem Geruch - Einige natürliche Gerüche schrecken die Tiere ab, wie zum Beispiel Knoblauch und Holunder.- Mit haushaltsüblichen Lebensmitteln durchführbar- Erfolg nicht garantiert
Vertreibung mit Karbid- Karbid Kügelchen, die mit Wasser versetzt ein Gas (Ethin) bilden.- Sehr zuverlässige Methode um den Maulwurf zu vergrämen

- relativ leicht zu handhaben
- Vorsicht ist geboten, da leicht entflammbar

- bei nicht sachgerechter Handhabung besteht Explosionsgefahr!
Vertreibung mit Buttersäure- Richtig eingesetzt, zum Beispiel durch ein getränktes Tuch, vertreibt der Geruch von Buttersäure jeden Maulwurf.- sehr zuverlässig

- sehr leicht zu handhaben
- der Geruch ist gewöhnungsbedürftig

Maulwurffalle- Durch eine Falle den Maulwurf lebend einfangen und weit weg wieder aussetzen.- Kann lange dauern bis man den Maulwurf fängt

- man benötigt in der Regel mehrere Fallen

- kann den Maulwurf töten. Dieser steht unter Naturschutz!
Maulwurfschreck- Die Umwandlung von Vibration in seismische Wellen - Geräusche können auch für den Menschen unangenehm sein

- man benötigt in der Regel mehrere Fallen

- hoher Anschaffungspreis

Um die beste Methode zu finden, sollten Sie sich vorher mit den verschiedenen Methoden vertraut machen. Es spricht nichts dagegen, mit einer harmlosen Variante zu beginnen oder mehrere gleichzeitig zu testen, denn oft ist es etwas ganz einfaches, was den Maulwurf und die Wühlmaus wieder aus Ihrem Garten vertreibt.

Ein schöner Garten ohne ungebetene Mitbewohner

Wenn sie einen kleinen Garten und nur wenige Erdhügel haben, dann ist es ratsam, erst ein einfaches Mittel, wie zum Beispiel die Vertreibung durch Gerüche, zu probieren.

Der Maulwurfschreck ist zwar unauffällig und lässt sich an jeder Stelle im Garten schnell anbringen. Sie können Ihn überall dort in die Erde stecken, wo Sie Wühlmäuse und Maulwürfe vermuten. Aber sie brauchen eventuell mehrere dieser Gerätschaften, was gleich ins Geld geht. Besser ist hier die einfache Methode mit einer Eisenstange im Boden. Sicherlich, sie ist etwas aufwendig, da man immer selbst Hand anlegen muss um die Geräusche zu erzeugen.

Haben Sie eine recht große Fläche, und reihen sich die Hügel aneinander, dann ist ein Mittel wie Buttersäure schnell, hilfreich und vor allem günstig. Karbid ging auch, es sei jedoch hier noch einmal vor den Gefahren gewarnt.

Ganz egal, für welche Methode Sie sich entscheiden- ist Ihr Grundstück erst einmal frei von ungewollten Erdhügeln, dann schauen Sie regelmäßig nach, ob sich nicht wieder irgendwo an einer anderen Stelle Wühlmäuse oder Co. niederlassen. Werden Sie direkt aktiv, auch wenn nur ein einziger Maulwurfshügel zu sehen ist. Je eher Sie einschreiten, desto schneller haben Sie es geschafft.

Auf unseren weiteren Seiten bekommen sie grundlegende Informationen zu den verschiedenen Methoden. Klicken Sie sich einfach durch!

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