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Vertreibung mit Fallen


Effektive Falle für Maulwürfe und Wühlmäuse. Endlich Schluss mit den lästigen Erdhügeln im eingen Garten

Maulwürfe und Wühlmäuse durch Maulwurfsfallen vertreiben

Wer Maulwürfe und Wühlmäuse aus dem Garten vertreiben will, der muss sich zunächst darüber im Klaren sein, um was für ein Tier es sich handelt. Maulwürfe sind Fleischfresser und stehen unter Naturschutz. Sie dürfen also nicht getötet werden! Im Gegensatz dazu sind Wühlmäuse Pflanzenfresser und richten großen Schaden an den Wurzeln der Pflanzen an. Diese Tiere dürfen vom Gartenbesitzer getötet werden. Viele der auf den Markt befindlichen Fallen töten das Tier und machen dabei keinen Unterschied, ob es sich um einen Maulwurf oder eine Wühlmaus handelt. Lediglich eine Röhrenfalle erlaubt es, dass Tier zu fangen und an einer anderen Stelle wieder auszusetzen. In Deutschland ist es allerdings auch verboten, den Maulwurf zu fangen oder auf irgendeine andere Weise zu stören!

Maulwurf von Wühlmaus unterscheiden

Für die Bekämpfung der Plagegeister ist es sehr wichtig, zu wissen, welches Tier im Garten überhaupt sein Unwesen treibt. Ein Maulwurf gehört nicht zu den Schädlingen, ganz im Gegenteil: Er frisst in erster Linie Regenwürmer und Insekten. Durch seine Grabtätigkeit lockert er den Boden auf. Ganz anders sieht es mit der Wühlmaus aus. Diese frisst Pflanzen und nagt an deren Wurzeln. Wer eine Wühlmaus im Garten hat, der erkennt es sofort, weil die Pflanzen verwelken. Besonders deutlich kann der Maulwurf von der Wühlmaus im Erdhügel unterschieden werden. Der Maulwurf gräbt hohe und kuppelförmige Erdhaufen. Die Hügel der Wühlmaus können schnell übersehen werden, denn sie sind flach, länglich und unregelmäßig im Garten verteilt. Im Hügel befinden sich oft Grashalme und Wurzeln. Der Hügel eines Maulwurfs besteht innen aus sehr feiner Erde.

Eine Wühlmaus lebendig fangen

Achtung: Wenn der Gartenbesitzer erkennt, dass es sich im Garten um einen Maulwurf handelt, dann ist es ihm nicht erlaubt, das Tier zu fangen oder gar zu töten. Es gibt allerdings die Möglichkeit, eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen. Die Ausnahmegenehmigug kann beim zuständigen Amt beantragt werden. Meist ist dies das Amt für „Umwelt, Gesundheit, Verbraucherschutz“. Dies kann aber regional verschieden sein. Hat man eine Ausnahegenehmigung zum Fangen des Maulwurfs, kann man das Tier fangen und an einer anderen Stelle wieder aussetzen.

Die Röhrenfalle


Eine Wühlmaus kann mit einer Röhrenfalle lebendig gefangen werden. Diese Röhren werden in den Gang der Wühlmaus eingesetzt. Vorne und hinten befindet sich eine Öffnung, die das Tier beim Betreten der Falle nach oben schiebt. Wenn das Tier in der Falle sitzt, dann kann sie diese nicht verlassen. Eine Lebendfalle macht aber nur dann Sinn, wenn das Tier auch lebendig gefangen wird. So muss die Falle möglichst mehrmals am Tag kontrolliert werden, damit das gefangene Tier nicht in der Zwischenzeit verendet. Bevor die Falle in den Gang eingesetzt werden kann, muss der Gartenbesitzer erst einmal wissen, wo sich der Bau de Wühlmaus befindet. Durch Wühlmausgas werden die Gänge sichtbar. Dieses Gas wird zwar offiziell zum Vertreiben der Tiere beworben, doch das funktioniert meist nicht. Als Köder kann ein kleines Stück einer Karotte dienen. Beim Einsetzen der Falle in den Gang ist es wichtig, Handschuhe zu tragen. Wühlmäuse und auch ein Maulwurf reagiert empfindlich auf Gerüche und die menschliche Hand riecht für die Tiere nicht gerade angenehm. Die meisten Röhrenfallen erlauben es, das Tier in der Falle zu transportieren und weit entfernt vom Garten wieder auszusetzen. Die Entfernung sollte dabei mindestens eineinhalb oder zwei Kilometer betragen, sonst taucht die Wühlmaus eventuell wieder auf. Sollte sich ein Maulwurf in der Falle verirrt haben, dann muss dieser wieder freigelassen werden.

Fallen, die Wühlmäuse töten

Die folgenden Fallen haben den Nachteil, dass die Wühlmaus getötet wird. Sie dürfen also nur angewendet werden, wenn sich der Gartenbesitzer sicher ist, dass es sich nicht um einen Maulwurf handelt.

Bayrische Drahtfalle


Besonders beliebt ist die bayrische Drahtfalle. Diese funktioniert ganz einfach: Sie hat einen Schlagbolzen, der mit einer Feder gespannt wird. Die Falle wird dann in den Gang eingeführt. Einfach den Erdhügel suchen, den Gang freilegen und die Falle einsetzen. Danach den Gang wieder Lichtdicht verschließen. Hier bitte auch mit Handschuhen arbeiten. Die Falle muss regelmäßig kontrolliert werden. Oft befindet sich keine Maus in der Falle, sie ist aber mit Erde bedeckt. Die Falle muss wieder ausgegraben und neu eingesetzt werden.

Zangenfalle

Die Zangenfalle wird auch durch eine Feder gespannt. Wenn die Wühlmaus durch den Gang läuft, dann löst sie den Mechanismus der Zangenfalle aus.

Federfalle

Die Federfalle hat ihren Namen von der starken Feder, mit der die Falle gespannt wird. Sie wird von oben in den Gang oder in den Hügel eingesetzt und wenn eine Wühlmaus den Mechanismus auslöst, dann wird sie getötet. Durch die Stellung des Spannhebels erkennt der Gartenbesitzer, ob die Falle ausgelöst hat, er muss sie also nicht zuerst wieder ausgraben. Auch diese Falle hat den großen Vorteil, dass sie sehr einfach angewendet werden kann.

Tellereisen

Manchmal findet man auch Tellereisen für den Fang von Maulwürfen oder Wühlmäusen im Internet. Hier sollte vom Kauf abgesehen werden, denn diese sind in der gesamten EG seit 1995 verboten.

Schussfallen


Eine Schussfalle tötet die Wühlmaus nicht durch einen Schlag, sondern mit einer Patrone, die einen hohen Gasdruck erzeugt. Innerhalb von Millisekunden zerfetzt der Schussapparat die Lunge der Wühlmaus und das Tier ist sofort tot. Das Gerät einfach in den Gang einsetzen, spannen und entsichern. Den Gang wieder verschließen, denn die Wühlmaus mag es nicht, wenn Licht in den Gang eintritt.
All diese Fallen werden oft im Set verkauft, denn eine Falle ist nicht sehr wirkungsvoll. Unter einem Hügel sind mindestens zwei Gänge vorhanden, so dass auch zwei Fallen nötig sind. Wenn sich im Garten mehrere Hügel befinden, dann müssen auch entsprechend viele Fallen eingekauft werden. Das kann dann schon ganz schön ins Geld gehen.

Vor und Nachteile von Schlag- und Schussfallen

Der Vorteil von den Fallen ist deren einfache Handhabung. Vor allem die Fallen, die Tiere mit einem Schlag töten, lassen sich einfach aufstellen. Allerdings muss auch diese Falle regelmäßig kontrolliert werden. Ein Nachteil vieler Fallen ist deren Gefährlichkeit für Haustiere oder Kinder. Ein Hund kann durch seine Grabtätigkeit die Falle auslösen und dabei verletzt werden. Das gleich gilt auch für Kinder. Es ist also wichtig, dass Haustiere und Kinder den Bereich meiden.

Weiterhin kennen diese Fallen keinen Unterschied zwischen einer Wühlmaus und einem Maulwurf. Wenn ein Maulwurf den Mechanismus auslöst, dann wird er genauso getötet. Eine Selektion kann durch den verwendeten Köder erfolgen, denn Wühlmäuse lieben als Pflanzenfresser zum Beispiel Karotten. Ganz sicher ist dies aber nicht.

Bei der Verwendung von Fallen ist Geduld nötig. Oft werden die Fallen eingegraben und funktionieren nicht mehr, ohne dass sich eine Wühlmaus darin verfangen hätte. Es kann also durchaus ein paar Tage dauern, bis der Garten von Wühlmäusen befreit ist.

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